Eine bedeutende Blankwaffe, insbesondereum 1500, war das Große Messer.Es war die Waffe der Städtebürger. Oftmals diente aber auch das Große Messer als Verteidigungswaffe auf Reisen durch gefährliche Gebiete. Diese Blankwaffe galt als Messer und nicht als Schwert.
Prägnant ist die einschneidige, säbelartige Klinge und der muschelförmige Aufsatz bei der Parierstange. Ebenso typisch wie ungewöhnlich ist die Verbreiterung der Klinge kurz vor der Spitze. Die säbelartige Klingenform dieser Blankwaffe war inspiriert von den osteuropäischen Säbeln, insbesondere von den türkischen Waffen. Gute Fechtausbilder für diese Waffe in der Renaissance waren die italienischen Fechtschulen, die ihre Fechtkunst in ganz Europa zeigten. Gut beschrieben wird diese außergewöhnliche Blankwaffe bei Wendelin Boeheim und bei Heribert Seitz. Einige gut erhaltene Stücke werden im Kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrt.
Die handgeschmiedete Klinge ist aus Kohlenstoffstahl (nicht rostfrei) gefertigt.
Auf die Flachangel sind Holzgriffschalen aufgenietet.
Einschl. Lederscheide.
Klingenlänge ca. 75 cm
Gesamtlänge mit Scheide ca. 130 cm
Max. Klingenbreite ca. 43 mm
Gewicht mit Scheide ca. 1600 g